Canyoning – durch die Schluchten von Coanegra

Bei Sturm, Regen und gefühlten Minusgraden stürzten Miquel von Madventure und ich uns kürzlich in die Schluchten von Coanegra.

… Aber erstmal wünsche ich euch FROHE WEIHNACHTEN! Ich hoffe ihr hattet ein schönes Fest und habt die Weihnachtsfeiertage genossen!

Zum ersten Mal in meinem Leben übte ich mich am Canyonen, einer Adrenalinsportart, die schon seit sehr vielen Jahren auf Mallorca praktiziert wird. Was das ist?

DCIM110GOPROAlso, beginnen wir am besten ganz von vorne: Ich trug einen Ganzkörper-Neoprenanzug, Neoprensocken, spezielle wasserdurchlässige Canyoningschuhe, einen Helm und Kletterausrüstung. Im Rucksack auf Miquel’s Rücken befanden sich Seil und weiteres Kletterzubehör.

Über einige Zäune, einen steinernen Weg, riesige Pfützen und Steine gelangten wir zum Abschnitt des Canyons, an welchem wir unsere Tour starteten. Bereits jetzt waren wir komplett durchnässt, denn es regnete in Strömen. Aber das machte nichts, denn erstens hielten unsere Neoprenanzüge unsere Körper warm und zweitens liebe ich das Wasser und alle Sportarten, die mit Wasser zu tun haben. Umso größer war meine Freude, als ich erfuhr, dass es nun ab in den Canyon, in das eiskalte Wasser ging.

DCIM110GOPROWir kletterten über große Steine, hangelten uns entlang an Felswänden und schwammen teilweise durch das kalte Wasser des Canyon’s, bis wir an eine Stelle kamen, an der es nicht mehr weiterging: ein Wasserfall! Und nun? Miquel packte das Seil aus und brachte es an einem Haken an der Felswand an. Nun ging’s abwärts. Ich sicherte mich und seilte mich langsam die steile Felswand am Wasserfall entlang hinab und ließ mich schließlich in’s kalte Wasser fallen. Brrrr…

Kaum zu glauben, dass es Ende Dezember ist. Miquel erzählt mir, dass diese Zeit die beste sei, um diese Sportart auszuüben. Einige Canyons (u.a. dieser) nämlich liegen im Sommer trocken und füllen sich erst bei starkem Regenfall mit Wasser. Viele weitere Canyoningbegeisterte trafen wir auf unserem Weg bergab, bis wir schließlich nach ca. zwei Stunden am Ende des Canyons ankamen, wo wir unsere Helme und Klettergurte in den Rucksack packten und uns zurück auf den Weg zum Auto machten. Der Weg war jedoch kein Weg, sondern mehr ein reißender Fluss am Berg entlang. Dies erschwerte uns einerseits den Weg zurück, war aber andererseits ziemlich lustig, gegen den Strom bergauf zu stampfen.

DCIM110GOPROAuf unserem Rückweg wurde mir die Welt der Pilze erklärt. „Diese hier sind schlecht, die darfst du nicht anfassen! Diese jedoch sind total lecker! Ach und diese mit den feinen Lamellen schmecken total gut zu Pasta in einer Sahnesoße!…“ Viele interessante Dinge lernte ich von Miquel. Man merkte, wie sehr ihn die Natur und das was sie zu bieten hat begeistert und es machte total Spaß ihm zuzuhören! Langsam merkte ich, wie ich in meinen Fingern und Zehen das Gefühl verlor und war dann echt froh, als wir nach ca. einer Stunde zurück am Auto angelangten. So cool, diese Sportart! Klettern, Schwimmen, Wandern und einige Jumps von hohen Felsen in’s kalte Wasser – genau mein Ding! Das wird für mich nicht das letzte Mal gewesen sein…

Vera B.

Urlaub auf Mallorca macht man nicht im Winter, sondern im Sommer, weil es um diese Zeit auf der Balearen Insel am schönsten ist? Das muss doch nochmals hinterfragt werden! Schließlich fühlt sich der Winter auf Mallorca mit seinen 18 Grad Höchsttemperaturen an wie Frühling bei uns. Mein Name ist Vera, ich bin duale Studentin und verbringe die nächsten drei Monate meines Studiums auf Mallorca. Ich schwimme gegen den Strom und bereise im Gegensatz zu den meisten anderen Mallorca Urlaubern die Insel im Herbst und Winter. Ich möchte beweisen, dass die Insel viel mehr, als nur Sonne, Strand und feine Tapas zu bieten hat und dabei jeden Winkel und jede Ecke der Insel erkunden. Von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichte ich hier in diesem Blog - Viel Spaß beim Lesen!

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