Cap Formentor – der nördlichste Punkt auf Mallorca

Ein wunderschön sonniger Tag hatte begonnen und ich überlegte während dem Frühstück im Be Live Marivent, was ich heute anstellen könnte. Wandern war ich noch nicht! Doch wo und wohin könnte ich wandern? Da kam mir die Idee zum nördlichsten Punkt auf Mallorca, dem Cap Formentor zu wandern. Steht schließlich auf meiner Bucketlist.

Spontan fragte ich eine Arbeitskollegin, die momentan auf Mallorca zu Gast ist, ob sie nicht Lust hätte mitzukommen und wir machten uns um 10 Uhr morgens mit dem Auto auf den Weg Richtung Cap Formentor.

Cap-Formentor-Mallorca-3In einem Bericht (den ich jedoch nur überflogen habe) habe ich von einer Wanderstrecke ab einer kleinen Bucht namens Cala Murta gelesen, die bis zur Aussichtsplattform des Cap Formentors führen soll. Schon die Strecke mit dem Auto dorthin bot einen atemberaubenden Blick über die Bucht von Pollensa. Am Parklatz nahe der Cala Murta konnte man die Aussicht über das endlos erscheinende Meer genießen. So verweilten wir dort erst mal eine Weile bevor wir uns auf den „Wanderweg“ zum Cap Formentor aufmachten.

Cap-Formentor-Mallorca-5Die Anführungszeichen benutze ich deshalb, weil man nicht wirklich von einem Wanderweg sprechen kann. Wir verließen die asphaltierte Straße vor einem kleinen Tunnel. Eine Treppe, die nicht ungefährlich war, führte auf den Berg, in welchem sich der Tunnel befindet. Oben angekommen suchten wir verzweifelt einen Weg oder einen Pfad – erfolglos, weshalb wir auf der anderen Seite des Berges einfach wieder runterkletterten, um zurück auf die Straße zu gelangen. Cap-Formentor-Mallorca-9Einige Minuten Fußmarsch entlang dieser Straße später erblickten wir erneut einen kleinen Pfad aus Stein, der von der Straße ab und über einen Berg führt. Von unten sah er ganz nett aus. Auf halber Höhe begann es plötzlich heftig zu stürmen, sodass wir aufpassen mussten, dass wir nicht rückwärts den Berg wieder herunterpurzelten. Und plötzlich, fast oben auf der Spitze angekommen: Sackgasse! Erneut mussten wir uns den Weg selbst suchen. Über spitze Felsen und Gestrüpp, vorbei an vielen Bergziegen, gelangten wir nach einer guten halben Stunde wieder auf die Straße auf der anderen Seite des Berges. Cap-Formentor-Mallorca-12Entlang dieser Strasse wären wir wahrscheinlich dreimal so schnell gewesen, jedoch hätten wir dann diesen Ausblick nicht gehabt. Denn von der Spritze des Berges aus konnte man auf beiden Seiten das weite Meer bestaunen. Trotzdem beschlossen wir, von nun an die Straße nicht mehr zu verlassen. Zum Glück ist sie um diese Jahreszeit nicht stark befahren und die Aussicht über die Landschaft und das Meer ist auch von dort aus einzigartig.

Cap-Formentor-Mallorca-14An der Aussichtsplattform des Cap Formentors angekommen setzten wir uns mit einer Cola (dort gibt es eine Cafeteria) auf die Treppen und genossen die Ruhe und den wunderbaren Ausblick über das Meer. Von hier aus kann man sogar Menorca, die kleine Nachbarinsel Mallorca’s sehen!

Zurück ging’s an der Straße entlang und nach ca. 2 Stunden erreichten wir unser Auto an der Cala Murta. Mein Tipp: Vielleicht nehmt ihr lieber das Auto, um zur Aussichtsplattform zu gelangen. Um diese Zeit ist hier auch nicht all zu viel los, sodass man grundsätzlich stets einen Parkplatz direkt bei der Plattform findet (im Sommer sei das seeehr schwierig). Aber der Cap Formentor ist es auf jeden Fall einen Besuch wert! Schaut doch einfach mal in meine Galerie 🙂

 

Vera B.

Urlaub auf Mallorca macht man nicht im Winter, sondern im Sommer, weil es um diese Zeit auf der Balearen Insel am schönsten ist? Das muss doch nochmals hinterfragt werden! Schließlich fühlt sich der Winter auf Mallorca mit seinen 18 Grad Höchsttemperaturen an wie Frühling bei uns. Mein Name ist Vera, ich bin duale Studentin und verbringe die nächsten drei Monate meines Studiums auf Mallorca. Ich schwimme gegen den Strom und bereise im Gegensatz zu den meisten anderen Mallorca Urlaubern die Insel im Herbst und Winter. Ich möchte beweisen, dass die Insel viel mehr, als nur Sonne, Strand und feine Tapas zu bieten hat und dabei jeden Winkel und jede Ecke der Insel erkunden. Von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichte ich hier in diesem Blog - Viel Spaß beim Lesen!

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